Stickmuster Museum

Um sich authentische Stickmuster aus vergangener Zeit anzusehen, kann man einfach in ein Museum gehen. Hier kann man sich dann aus den verschiedensten Regionen, die Handarbeiten aus vergangener Zeit ansehen. Den Schwierigkeitsgrad dieser alten Arbeiten sollte man jedoch auf keinen Fall unterschätzen. Denn auch wenn es früher längst nicht die gleichen technischen Möglichkeiten gab, wie sie heute vorhanden sind, so hatten die Menschen doch viel mehr Zeit, um sich mit so einer filigranen Arbeit zu beschäftigen.

Wenn man sich zum Beispiel die alten Krönungsmäntel oder Papstroben ansieht, wird man vor allem bei den historischen Modellen sicher keine Drucke finden. Denn hier wurden die Stickmuster mit der Hand und auf erstaunlich genaue Weise gearbeitet. Ohne Stickmaschinen und ohne Software für die Erstellung der Stickmuster, hat es natürlich Wochen und Monate gedauert, bis so ein Stickmuster entstanden ist.

Stickvorlagen

Die Stickarbeit hat gerade bei den besonders „exklusiven“ Stücken sicher auch mal Jahre gedauert. Wie bei einem „Hausbau“ brauchte man dafür früher noch sehr viel mehr Zeit.

In einem Museum wird man aber auch selten wirkliche Bücher mit Stickmustern finden. Denn dafür war Papier oder sogar Pergament in der Vergangenheit viel zu teuer. Um sich ein „erstelltes“ Muster zu merken, hat man sich deshalb ein einfaches Tuch genommen und das Muster einmal gestickt. Das waren die Stickmusterkataloge der Vergangenheit, die man heute in verschiedenen Heimatmuseen bewundern kann. Wer sich mal auf die Suche nach einem Stickmuster macht, wird in einem Museum kaum fotografieren dürfen. Deshalb ist mein Tipp für das Sammeln historischer Stickmuster, ein karierter Block und ein Bleistift. Damit kann man dann einfach in ein Museum gehen und sich die einzelnen „Kreuze“ vom Mustertuch abmalen. Das ist zwar etwas mühselig, aber damit hat man dann auch besondere Möglichkeiten, diese Muster selbst weiter zu entwickeln und neues daraus zu gestalten.