Stickvorlagen Hochzeit

Eine Hochzeit ist ein sehr wichtiger Feiertag, der in vielen Kulturen ganz unterschiedlich gefeiert wird. So wurde zum Beispiel im alten Amerika, dass noch Sklaven kannte sehr unterschiedlich gefeiert. Während die christlichen Bräuche der Iren, Schotten, Briten, Deutschen und Franzosen, sicher weitestgehend bekannt sind, so hatten doch auch die Sklaven ihre eigenen Bräuche, die es so nicht mehr gibt.

So wurde unter Sklaven, die auf den Feldern in Südamerika arbeiteten, angeblich mit dem Sprung über den Besen geheiratet. Sprang die Frau vorwärts über den Besen, galt sie als verheiratet. Entsprechend einfach war da auch die Scheidung, sie brauchte nur rückwärts über den Besen zu springen.

Die meisten anderen Zeremonien der Hochzeit waren jedoch schon immer wesentlich komplizierter und dauerten mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate und Jahre. So gab es bei einem Indianerstamm die Tradition, dass der Schwiegersohn, in die Familie seiner Frau zog. Damit die Familie des Schwiegersohnes aber für den „Verlust seiner Arbeitskraft“ entschädigt wurde, musste die Braut mindestens ein Jahr für ihre Schwiegermutter arbeiten, damit sie ihren Mann mitnehmen durfte.

Stickvorlagen

Seltsame und auch Lustige Bräuche zur Hochzeit findet man auch heute immer wieder in allen Teilen der Welt. Die Ausstattung des Brautpaares wurde aber oft von der „Aussteuer“ der jungen Braut gestellt. Das hieß also, dass sich Generationen von jungen Frauen damit beschäftigten, zu nähen, Stickvorlagen zu wälzen und zu sticken. Vor allem in Familien, die sich keine „Schneider“ leisten konnte, wurde erwartet, dass die angehende Braut ihre Aussteuer selbst anfertigt und sich bestenfalls von ihrer Mutter dabei helfen lässt, falls diese Zeit dafür hat.

Von schöner Bettwäsche über besondere Tischdecken, gehörten die Stickvorlagen dazu, für viele Mädchen zur „Grundvorbereitung“ auf ihr angehendes Leben als Ehefrau und Mutter.