Stickmuster erstellen

Natürlich kann man Stickmuster auch selbst erstellen. Heute ist das wesentlich einfacher als früher. Damit ist jetzt nicht unbedingt das Mittelalter gemeint, als man noch jedes Muster beim Sticken eines „Mustertuches“ entwickeln musste. Noch vor wenigen Jahren gab es keine Grafikprogramme, mit denen man die Muster und Bilder einfach unter ein Kästchenraster legen konnte. Die Methode, die auch heute noch von einigen alten „Meisterinnen“ verwendet wird, war wesentlich aufwendiger und erforderte viel mehr Talente, als nur das Sticken allein.

Stickvorlagen

Eine Beispiel um sich zum Beispiel ein Stickmuster von einem Blatt von einem Baum zu erstellen, kann ich hier mal kurz anreißen. Zuerst sollte man sich das Blatt pressen, aber man kann auch „frische“ Blätter verwenden. Dannach legt man das Blatt einfach auf Millimeterpapier und zeichnet die Ränder nach. Dannach schaut man sich die Ränder genauer an. An den Rändern laufen ja die einzelnen Kästchen vom Millimeterpapier entlang. An diesen Kästchen werden die Ränder, dann an den Kreuzstich angepasst. Dannach sollte man sich noch mal das Blatt vornehmen und nachschauen, wie man die Blattrispen einzeichnet. Bei diesen Blattrispen muss man ja nicht gleich ganze Kreuze verwenden, hier reicht es wenn man sich diese „Hilfslinien“ zeichnet um später die Rispen mit einem Plattstich anzudeuten. Erst zum Schluss fängt man dann mit der Farbgestaltung an. Soll es zum Beispiel ein grünes Blatt werden, braucht man ca. 3 verschiedene Grüntöne. Zwei Grüntöne braucht man für die Blattfläche selbst und eine für die Rispen. Gerade für die Rispen sollte man sich den dunkelsten Farbton aussuchen. Bei „Herbstblättern“ kann man die Farben dann entsprechend bunt gestalten und andere Farben verwenden. Also mit „flachen“ Gegenständen, ist es vergleichsweise einfach ein Stickmuster zu erstellen.